{"id":11094,"date":"2022-08-23T09:15:54","date_gmt":"2022-08-23T07:15:54","guid":{"rendered":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/?p=11094"},"modified":"2024-01-18T14:17:18","modified_gmt":"2024-01-18T12:17:18","slug":"nachhaltigkeit-spielt-eine-grosse-rolle-artikel-bnn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/nachhaltigkeit-spielt-eine-grosse-rolle-artikel-bnn\/","title":{"rendered":"Nachhaltigkeit spielt eine gro\u00c3\u0178e Rolle &#8211; Artikel BNN"},"content":{"rendered":"<p><strong>Seit 75 Jahren produziert die Firma Linhardt Kunststofftuben in Hambr\u00c3\u00bccken<\/strong> &#8211; Leonie Schwarz (BNN)<\/p>\n<div id=\"attachment_11095\" style=\"width: 559px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BNN.png\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-11095\" class=\"wp-image-11095 size-full\" src=\"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/BNN.png\" alt=\"\" width=\"549\" height=\"565\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-11095\" class=\"wp-caption-text\">Gro\u00c3\u0178e Vielfalt: Produktionsleiter R\u00c3\u00bcdiger Krell zeigt eine Auswahl an Tuben, die in dem Hambr\u00c3\u00bccker Werk produziert werden. Fotos: Leonie Schwarz<\/p><\/div>\n<p><strong>Hambr\u00c3\u00bccken.<\/strong> Shampoo, Sonnencreme und Zahnpasta: Viele Plastiktuben bev\u00c3\u00b6lkern das heimische Badezimmer. Was viele nicht wissen: Produziert werden viele dieser Tuben im Werk der Firma Linhardt in Hambr\u00c3\u00bccken. Das Werk feiert nun 75-j\u00c3\u00a4hriges Bestehen.<\/p>\n<p>Seit 1947 steht das gro\u00c3\u0178e Geb\u00c3\u00a4ude am Ortseingang von Hambr\u00c3\u00bccken. Betrieb ist um jede Tages- und Nachtzeit. \u00e2\u20ac\u017eHier arbeiten 20 Nationalit\u00c3\u00a4ten unter einem Dach\u00e2\u20ac\u0153, berichtet Werksleiter Michael Ring. Insgesamt sind an dem Standort 240 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besch\u00c3\u00a4ftigt. Fr\u00c3\u00bcher schien das ganze Dorf in der Tubenfabrik zu arbeiten. Dass die Firma eng mit Hambr\u00c3\u00bccken verbunden ist, merkte man auch regelm\u00c3\u00a4\u00c3\u0178ig beim Rentnertreffen im Juni. \u00e2\u20ac\u017eEs war sehr interessant, zu h\u00c3\u00b6ren, wie es fr\u00c3\u00bcher lief \u00e2\u20ac\u0153, sagt Ring. Die ehemaligen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seien stolz auf das langj\u00c3\u00a4hrige Bestehen des Werks, so Ring. Und auch die jetzigen Angestellten sp\u00c3\u00bcrten eine gro\u00c3\u0178e Identifikation mit dem Betrieb, sagen Ring und Produktionsleiter R\u00c3\u00bcdiger Krell.<\/p>\n<p>Seine Frau gehe nicht mehr mit ihm in den Drogeriemarkt, erz\u00c3\u00a4hlt Krell. \u00e2\u20ac\u017eIch stehe dann lange vor dem Regal, schaue mir unsere Tuben an und vergleiche sie mit denen anderer Hersteller.\u00e2\u20ac\u0153 Lange suchen muss er daf\u00c3\u00bcr nicht. Von Balea \u00c3\u00bcber Weleda bis hin zu L \u00cc\u0081Or\u00c3\u00a9al: Jede dritte Kunststofftube auf dem deutschen Markt komme aus Hambr\u00c3\u00bccken.<\/p>\n<p>Doch in den Regalen finden sich auch immer mehr nachhaltigere Alternativen zur Plastiktube. Kann die Firma trotzdem bestehen? \u00e2\u20ac\u017eDie Plastiktube hat ganz klar eine Zukunft. Es wird immer Produkte geben, die nur in Plastik verpackt werden k\u00c3\u00b6nnen\u00e2\u20ac\u0153, meint Ring. Die Firma Linhardt arbeite st\u00c3\u00a4ndig daran, nachhaltigere Alternativen zu entwickeln. \u00e2\u20ac\u017eWir arbeiten viel mit recyceltem Kunststoff. Au\u00c3\u0178erdem haben wir die W\u00c3\u00a4nde unserer Tuben d\u00c3\u00bcnner gemacht. So sparen wir Kunststoff ein\u00e2\u20ac\u0153, sagt Ring. F\u00c3\u00bcr die Kunden habe Nachhaltigkeit oberste Priorit\u00c3\u00a4t. Durch die Pandemie habe es keine gro\u00c3\u0178en Einschr\u00c3\u00a4nkungen in der Produktion gegeben, sagt Krell. Nur in der Lagerhalle sieht man eine Ver\u00c3\u00a4nderung. Eigentlich wird das Kunststoffgranulat von Tanklastern direkt in die Silos gef\u00c3\u00bcllt.<\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eW\u00c3\u00a4hrend der Pandemie haben wir nun S\u00c3\u00a4cke mit dem Granulat hier eingelagert\u00e2\u20ac\u0153, erl\u00c3\u00a4utert Produktionsleiter Krell. So soll garantiert werden, dass die Produktion auch bei Lieferschwierigkeiten weiterlaufen kann. 190 bis 200 Millionen Tuben im Jahr werden in Hambr\u00c3\u00bccken produziert. Alle Designs laufen zuerst \u00c3\u00bcber den Schreibtisch von Julia Fischer und ihrem Kollegen. Die Mediengestalterin absolvierte ihre Ausbildung bei Linhardt, nun arbeitet sie seit acht Jahren in der Firma. \u00e2\u20ac\u017eIch kontrolliere hier die Druckdaten, die uns zugeschickt werden und passen sie an\u00e2\u20ac\u0153, erz\u00c3\u00a4hlt Fischer. In den zwei Produktionshallen t\u00c3\u00b6nen die Maschinen. Aus dem geschmolzenem Granulat entsteht durch ein Vakuum zun\u00c3\u00a4chst ein Endlosschlauch, der dann in k\u00c3\u00bcrzere R\u00c3\u00b6hren geschnitten wird. In der Druckmaschine rollen die Tubenh\u00c3\u00bclsen \u00c3\u00bcber Druckplatten, die wie Stempel das Design \u00c3\u00bcbertragen. UV-Licht trocknet die Lackierung. Diese sorgt daf\u00c3\u00bcr, dass die Farbe h\u00c3\u00a4lt. Dann wird die \u00e2\u20ac\u017eTubenschulter\u00e2\u20ac\u0153 mit der \u00c3\u2013ffnung angebracht und der Schraubverschluss aufgedreht. Marina Barakov wirft noch einmal einen Blick auf die fertigen Tuben. Wenn der Kunde es w\u00c3\u00bcnscht, legt sie eine Plastikfolie auf und schlie\u00c3\u0178t dann den Karton. Die Tuben stehen mit der \u00c3\u2013ffnung nach oben im Paket. Bef\u00c3\u00bcllt werden sie dann in einer anderen Fabrik.<\/p>\n<p>Tom und Jerry holen die fertigen Pakete ab und fahren sie ins Lager. Doch hier sind nicht etwa Katz und Maus unterwegs, sondern zwei Roboter. \u00e2\u20ac\u017eManchmal machen die echt, was sie wollen, und bleiben einfach mitten im Weg stehen\u00e2\u20ac\u0153, sagt Reinigungskraft Stephanie Ries lachend. \u00e2\u20ac\u017eAm Anfang fand ich das wirklich seltsam, wie der Roboter so ganz alleine hier herumf\u00c3\u00a4hrt. Mittlerweile habe ich mich damit angefreundet.\u00e2\u20ac\u0153 Mehr Arbeitsschritte werden aber in Zukunft nicht von Maschinen \u00c3\u00bcbernommen, versichert Produktionsleiter Krell.<\/p>\n<p><strong>&#8212; Tube des Jahres &#8212;<\/strong><br \/>\n<em>Die Auszeichnung: Die neuen Kunststofftuben, die die Firma Linhardt f\u00c3\u00bcr den Karlsruher Drogeriemarkt dm produziert, wurden vom Europ\u00c3\u00a4ischen Tubenverband als \u00e2\u20ac\u017eTube des Jahres\u00e2\u20ac\u0153 in der Kategorie Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Bei dem als \u00e2\u20ac\u017eTube 4.0\u00e2\u20ac\u0153 bezeichneten Projekt wurden alle Kunststofftuben der Marken Balea, Balea Men, alverde, SauB\u00c3\u00a4r, babylove und Jessa mit den Durchmessern 35 bis 50 Millimetern im Hinblick auf ihren Materialeinsatz optimiert. Um Kunststoff zu sparen, sind die neuen Tuben statt 0,5 Millimeter nur noch 0,35 Millimeter d\u00c3\u00bcnn. So k\u00c3\u00b6nnen im Tubenschlauch 30 Prozent Kunststoffe eingespart werden. Dar\u00c3\u00bcber hinaus enthalten die Tuben einen h\u00c3\u00b6heren Anteil an recyceltem Kunststoff. Anstatt wie bisher aus mindestens 50 Prozent besteht die Tube 4.0 nun je nach Tubenaufbau aus mindestens 60 beziehungsweise 70 Prozent Recyclingkunststoff. So k\u00c3\u00b6nnen 90 Tonnen Kunststoff pro Jahr eingespart werden. Auch bei den Aluminiumverpackungen setzt das Unternehmen auf recyceltes Material.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Karlsruher Drogeriemarkt dm bezieht seit 2017 f\u00c3\u00bcr seine Markenprodukte Kunststofftuben aus dem Linhardt Werk in Hambr\u00c3\u00bccken. BNN<\/em><\/p>\n<p><strong>190 Millionen Tuben produziert die Firma Linhardt pro Jahr in Hambr\u00c3\u00bccken.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>23.08.2022<\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_et_pb_use_builder":"","_et_pb_old_content":"","_et_gb_content_width":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11094"}],"collection":[{"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11094"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11094\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11094"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11094"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11094"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}