{"id":270,"date":"2015-09-16T14:16:39","date_gmt":"2015-09-16T13:16:39","guid":{"rendered":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/?p=270"},"modified":"2015-09-16T14:19:48","modified_gmt":"2015-09-16T13:19:48","slug":"eine-ara-geht-zu-ende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/index.php\/eine-ara-geht-zu-ende\/","title":{"rendered":"Eine \u00c3\u201era geht zu Ende"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hans-Stasny1.jpg\"><img class=\"alignleft size-medium wp-image-285\" title=\"Hans Stasny\" src=\"https:\/\/linhardttest.pixeltypen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/09\/Hans-Stasny1-200x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"300\" \/><\/a>Der Betriebsratsvorsitzende Hans Stasny verl\u00c3\u00a4sst LINHARDT. Auf eigenen Wunsch geht der 61-j\u00c3\u00a4hrige mit 45 Berufsjahren in den Vorruhestand. Schon zu Zeiten der gesetzlichen Altersteilzeitregelung habe er sich um ein stufenweises Ausscheiden aus dem Unternehmen bem\u00c3\u00bcht, sagt Stasny. Im Interview blickt der scheidende Betriebsratsvorsitzende des Werkes Viechtach\u00c2\u00a0zur\u00c3\u00bcck.<!--more--><\/p>\n<p><em>Herr Stasny, hat Ihr Ausscheiden mit der derzeit laufenden Prozessinitiative zu tun?<\/em><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eNein, sicher nicht. Den Gedanken aufzuh\u00c3\u00b6ren habe ich schon lange im Kopf. Leider ist vor einigen Jahren die gesetzliche Grundlage f\u00c3\u00bcr Altersteilzeit weggefallen. Im Betriebsratsgremium l\u00c3\u00a4uft\u00e2\u20ac\u2122s zur Zeit sehr harmonisch. Die Umstrukturierungsma\u00c3\u0178nahmen der Prozessinitiative werden relativ schonend umgesetzt. Bisher gab\u00e2\u20ac\u2122s keine einzige K\u00c3\u00bcndigung und es ist schon das meiste geschafft.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p><em>Wie wird das mit Ihrer Nachfolge im Betriebsrat geregelt?<\/em><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eOffiziell bin ich noch bis 30. April in der Firma. Wie lange ich noch im B\u00c3\u00bcro sein werde, wei\u00c3\u0178 ich noch nicht. Meinen Vorsitz werde ich bald abgeben, das Gremium ist bereits informiert. Daraufhin wird ein neuer Vorsitzender innerhalb des Gremiums gew\u00c3\u00a4hlt. Nach meinem Ausscheiden aus der Firma wird dann ein Kollege entsprechend der letzten Wahlergebnisse in den Betriebsrat nachr\u00c3\u00bccken.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p><em>25 Jahre Betriebsratsvorsitzender. Erinnern Sie sich noch an die Anf\u00c3\u00a4nge?<\/em><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eSehr gut sogar. Vor meiner ersten Betriebsversammlung habe ich am ganzen K\u00c3\u00b6rper gezittert. Das war damals in der Kantine. Herr Beil hat mich beruhigt: \u00e2\u20ac\u017eDie stehen doch alle auf Ihrer Seite!\u00e2\u20ac\u0153\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p><em>Was waren die gro\u00c3\u0178en Themen \u00e2\u20ac\u201c oft auch die gro\u00c3\u0178en Konflikte \u00e2\u20ac\u201c w\u00c3\u00a4hrend Ihrer Amtszeit?<\/em><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eDer erste Knackpunkt war, als wir damals von Herrn Winterling die Freistellung eines Betriebsrats eingefordert hatten. Das hat er mich lange sp\u00c3\u00bcren lassen, ist dann aber von sich aus auf mich zugekommen und das Thema war aus der Welt geschafft. Auch dass wir bis heute keine Tarifbindung haben, tut mir leid. Es war immer mein Wunsch, aber es ist noch nicht gelungen.<br \/>\nKritische Themen gab es nat\u00c3\u00bcrlich viele. Ich hatte oft schlaflose N\u00c3\u00a4chte. Mit der Zeit bekommt man etwas Routine. Das Problem ist, dass man immer zwischen der Gesch\u00c3\u00a4ftsf\u00c3\u00bchrung und der Belegschaft steht. Manchmal kommt Kritik aus der Belegschaft, die nicht gerechtfertigt ist. Die Boni f\u00c3\u00bcr die Samstagsarbeit, zum Beispiel, sind bei uns sehr gut. Das gibt\u00e2\u20ac\u2122s sonst nirgends. Frust und Erfolge wechseln sich eben ab. Aber wir konnten uns auch nach harten Diskussionen immer in die Augen schauen.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p><em>Was hat sich in den mehr als 30 Jahren ver\u00c3\u00a4ndert, die Sie bei LINHARDT sind?<\/em><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eDie meisten Ver\u00c3\u00a4nderungen sind wohl der gestiegenen Mitarbeiterzahl und dem Auftragswachstum geschuldet. Manche \u00c3\u00a4ltere Mitarbeiter kommen mit dem 4-Schicht-System und der Samstagsarbeit auch heute noch nicht zurecht. Ich meine auch, dass der Familiengedanke zu kurz kommt. Feste oder Ausflugsfahrten sind wegen der Wochenendschichten kaum mehr m\u00c3\u00b6glich.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p><em>Wie hat Ihre Familie Ihren Entschluss aufgenommen?<\/em><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eWir haben uns die Entscheidung nicht einfach gemacht. Meine Frau war zuerst skeptisch und hat \u00c3\u00bcberlegt, ob das gut ist. Wir haben auch mit unseren beiden T\u00c3\u00b6chtern dar\u00c3\u00bcber gesprochen und die Entscheidung gemeinsam getroffen.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<p><em>Und\u00c2\u00a0 was wird der Rentner Stasny machen?<\/em><\/p>\n<p>&#8220;Ja, meinen Sport nat\u00c3\u00bcrlich: Rad fahren, schwimmen, im Winter\u00c2\u00a0Langlauf. Ich m\u00c3\u00b6chte auch mein Englisch verbessern. Vor einiger Zeit habe ich angefangen Gitarre zu spielen und bin wieder ins Schach eingestiegen. Da will ich auch besser werden.\u00e2\u20ac\u0153<\/p>\n<h2><em><strong>Stationen einer Karriere:<\/strong><\/em><\/h2>\n<p>&#8211; Gelernter Schlosser, seit 1984 bei LINHARDT, zuvor bei der Firma G\u00c3\u00b6tz und der Deggendorfer Werft, Meisterpr\u00c3\u00bcfung in M\u00c3\u00bcnchen<br \/>\n&#8211; Presserei Tuben, Stellvertretender Abteilungsleiter, 1995 bis 2001 Abteilungsleiter Stanzerei und Beizerei<br \/>\n&#8211; Seit 1987 im Betriebsrat, seit 1990 Betriebsratsvorsitzender<br \/>\n&#8211; Zw\u00c3\u00b6lf Jahre Stadtrat in Viechtach<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Betriebsratsvorsitzende Hans Stasny verl\u00c3\u00a4sst LINHARDT. Auf eigenen Wunsch geht der 61-j\u00c3\u00a4hrige mit 45 Berufsjahren in den Vorruhestand. Schon zu Zeiten der gesetzlichen Altersteilzeitregelung habe er sich um ein stufenweises Ausscheiden aus dem Unternehmen bem\u00c3\u00bcht, sagt Stasny. 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